Wanderung vom Pico de la Nieve auf dem Caldera Höhenweg

Mirador de los Andenes und Observatorium im Hintergrund

Pico de la Nieve – beeindruckender Aussichtsgipfel auf dem Vulkanrand

Der Pico de la Nieve ist mit seinen 2.239 Höhenmetern ein gewaltiger Aussichtsgipfel auf dem Vulkankamm, der sich um den riesigen Erosionskrater (Caldera de Taburiente) zieht. Doch auch wenn er Schneegipfel heißt, ist er im Winter zumeist schneefrei. Bei unserer Wanderung im Februar 2022 lagen allerdings kleine Schneereste im Schatten vereinzelter Felsen. Vom Gipfel de Pico de la Nieve kannst du eine herrliche Aussicht auf die gesamte Crestería (Vulkankamm) von La Palma genießen. Du überblickst vom Gipfel den Krater und die vor dir liegende Ostküste von La Palma.

Gipfelkreuz Pico de La Nieve

Bei meinem letzten Aufenthalt auf La Palma im Februar 2022 hatten wir allerdings eine Woche mit Calima erwischt. So war das Wetter zwar anhaltend warm. Die Sicht war allerdings ein wenig getrübt, so dass auch die Bilder ab und zu nicht die tatsächlich beeindruckenden Aussichten wiedergeben können. Ich hoffe, dass du klarere Tage auf der Höhe erwischt. Dann kannst du tatsächlich nicht nur La Palma, sondern auch die Nachbarinseln Teneriffa, La Gomera und El Hierro als Silhouetten aus der Höhe betrachten.

Blick vom Pico de La Nieve in die Cumbre und zum Pico de Bejenado

Wanderung zwischen Pico de la Nieve und dem Roque de los Muchachos

Bei dieser Wanderung, die unterhalb des Pico de la Nieve startet, handelt es sich tatsächlich um eine recht anstrengende Wanderung. Zum einen befindest du dich auf einer Höhe über 2.000 Metern und zum anderen ist der Bergkamm nicht so „gerade“, wie er vielleicht von der Ferne erscheinen mag. Du hast zunächst einen anstrengenden Anstieg zum Pico de la Nieve. Von dort geht es dann immer weiter auf dem Kamm entlang in Richtung Roque de los Muchachos.

Blick auf die Vulkanfelsen der Umrandung der Caldera

Auf dem Kamm entlang bedeutet wandern auf dem Caldera Höhenweg im ständigen auf und ab. Richtung Roque de los Muchachos werden die zu querenden Schluchten und Höhen eher noch tiefer und höher. Auch wenn du nur einen Weg vom Pico de la Nieve zum Roque de los Muchachos (oder umgekehrt) gehen möchtest, plane genügend Zeit ein. Da wir hin und zurück gegangen sind und uns die Zeit davonlief, haben wir kurz vor dem Roque de los Muchachos kehrt gemacht und sind zum Pico de la Nieve zurückgegangen. Doch falls du die Zeit hast weiterzugehen, wirst du den restlichen Weg ohne Probleme finden.

Track Pico de la Nieve- Roque de los Muchachos

Allgemeine Informationen zur Wanderung Pico de la Nieve

Startpunkt und Anfahrt

Startpunkt der Wanderung ist eine Waldpiste (Pista de la Nieve), die an einem Parkplatz kurz vor Kilometer 25 von der LP 4 abzweigt. GPS Daten: 28.434984, 17.494036.

Fahrweg Pista del Nieve - Ausgangspunkt der Wanderung

Anfahrt mit dem Pkw

Du kommst über die LP-4 (Straße beginnt oberhalb von Santa Cruz de la Palma und führt ausgeschildert zum Roque de los Muchachos). Am Parkplatz kurz vor Kilometer 25 biegst du von der Straße ab. Von dort kannst du auf einem Waldweg weiter nach oben fahren. Ich habe an einem Punkt gestoppt, zu dem du auch noch mit einem normalen Pkw gelangen kannst. Hast du ein geländegängiges Fahrzeug kannst du auch noch eine weite Serpentine weiter hochfahren und dort an einem kleinen Parkplatz halten.

Anfahrt mit dem Bus

Eine Busverbindung Richtung Pico de la Nieve oder Roque de los Muchachos gibt es auf La Palma nicht.

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Zeit

Ich gebe ungern allgemeine Zeitangaben für Wandertouren, da die Zeiten doch sehr individuell sind. Wir haben für diese Wanderung mit ausgiebiger Gipfelrast fast 7 Stunden benötigt. Und auch die Anfahrt zum Ausgangspunkt nimmt einige Zeit in Anspruch. Daher plane diese Tour sorgfältig unter Berücksichtigung von Jahreszeit, Wetter und Zeitlimit.

Höhenprofil der Wanderung Pico de La Nieve - Roque de los Muchachos

Höhenunterschied und Streckenlänge 

Die Höhendifferenz beträgt ca. 1.100 Meter und die Strecke ist ca. 22 Kilometer lang. 

Blick zurück auf den Wanderweg vom Observatorium aus

Anforderung

Diese Wanderung erfordert neben Trittsicherheit eine sehr gute Kondition. Weiterhin musst du die Wanderung sorgfältig zeitlich planen und nur bei gutem Wanderwetter unternehmen. Allerdings kannst du sie insofern ein wenig anpassen, dass du jederzeit zurückkehren oder möglicherweise auch nur den Pico de la Nieve besuchen kannst.

Einkehr

Restaurants, Bars und Geschäfte gibt es auf der gesamten Strecke nicht. Daher ausreichend Wasser und ggf. Verpflegung mitnehmen.

Wanderer auf dem Kammweg im auf und ab

Varianten 

Diese Tour lässt sich sehr gut variieren. Folgende Varianten bieten sich sortiert der Länge nach an.

Du kannst zum Beispiel nur zum Pico de la Nieve und zurückwandern. Ein wenig mehr kannst du gehen, wenn du zum Beispiel Richtung Cumbre Vieja und zurückwanderst. Oder du wanderst Richtung Pico de la Cruz oder zu einem anderen Gipfel auf dem Kamm und zurück. Anspruchsvoll ist bereits die gesamte Strecke zwischen Pico de la Nieve und Roque de los Muchachos. Sehr anspruchsvoll hier an einem Tag hin- und zurück zu wandern. Wie du an meinem Track sehen kannst, kannst du auf dem Rückweg ein ganz wenig abkürzen, wenn du Teile des Weges nicht auf dem Höhenweg, sondern auf der recht ruhigen Straße gehst.

Observatorium vom Wanderweg aus gesehen

Falls dich jemand fahren und abholen sollte, kannst du natürlich auch am Roque de los Muchachos auf dem Kamm weiterwandern. Läufer umrunden nicht nur bei dem bekannten Lauf Transvulcania den gesamten Kamm von Fuencaliente bis Tazacorte (100 Kilometer). Doch davon abgesehen, war für mich die Wanderung zwischen Pico de la Nieve und Roque de los Muchachos vollkommen ausreichend.

Blick auf die Ostküste von La Palma

Wanderung Pico de la Nieve zum Roque de los Muchachos

Streckenabschnitt Pista de la Nieve bis zum Pico de La Nieve (2.239 Höhenmeter)

Du startest deine Wanderung an der Pista de la Nieve – je nachdem, wo du dort dein Auto parkst. Dann wanderst du den Fahrweg hoch bis dieser endet. Dort beginnt ausgeschildert der Wanderweg hoch zum Pico de La Nieve (PR-LP3 und PR-LP4). Du kannst auch – wie du auf meinem Track siehst – die letzte Serpentine abkürzen und gerade durch den Barranco hochwandern. Dann gelangst du auch auf den Wanderweg. Vom Beginn des Weges sind es 1,7 Kilometer hoch zum Pico de La Nieve.

Waldweg hoch zum Pico de la Nieve

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Zunächst verläuft der Wanderpfad am Hang durch den Wald entlang. Dann geht es in Serpentinen weiter am Waldrand entlang bergauf. Du gelangst aus dem Wald hinaus und folgst dem Pfad weiter am Hang auf der linken Seite des Pico de La Nieve entlang. Schließlich gelangst du auf den Caldera Höhenweg. Hier geht es links herum weiter auf der Höhe Richtung Cumbre Vieja oder hinunter Richtung El Paso. Doch du wanderst rechts herum zum Pico de La Nieve, den du nach kurzer Zeit erreichst. In einem kurzen Anstieg erreichst du den Gipfel. Nachdem du die Aussicht genossen hast, gehst du wieder zurück zum Höhenweg.

Auf dem Kammweg unterhalb des Pico de la Nieve

Streckenabschnitt Pico de La Nieve bis zum Pico de la Cruz

Der Weiterweg ist nicht zu verfehlen. Zunächst gehst du um den Gipfel des Pico del Cedro (2.247 Höhenmeter) gemütlich herum. Doch dann geht es bergauf auf den Gipfel des Pico de Piedrallana ( 2.321 Höhenmeter). Danach verläuft der Weg weiter im auf und ab. Auch wenn nach einiger Zeit bereits das Observatorium in Sichtweite kommt, ist der Weg dorthin recht lang. Nach unten hast du dafür zwischendurch immer wieder beeindruckende Ausblicke in die Caldera de Taburiente, über den Nationalpark und bis nach Tazacorte. Auch zur anderen Seite blickst du bis zu den Nachbarinseln La Gomera und Teneriffa.

Wanderer auf dem Caldera Höhenweg

Nach einiger Zeit verläuft der weg relativ nah oberhalb der LP-4 entlang. Nachdem du einen weiteren Gipfel auf dem Caldera Höhenweg bezwungen hast, geht es auf den Pico de la Cruz hinauf. Dies ist ein beliebter Aussichtspunkt, den du auch von einem kleinen Parkplatz an der LP-4 erreichen kannst. Daher wirst du hier wahrscheinlich viele Wanderer treffen. Am Horizont siehst du jetzt bereits das Observatorium auf der gegenüberliegenden Seite des Caldera Höhenweges ein wenig näher.

Pico de la Cruz

Streckenabschnitt Pico de la Cruz bis Roque de los Muchachos

Nun gehst du weiter bis zum Mirador de Los Andenes. Dort triffst du auf die LP-4. Auch hier hast du noch einmal eine herrliche Aussicht in alle Richtungen. An dieser Stelle meinst du wahrscheinlich bereits relativ nah am Ziel zu sein. Doch tatsächlich geht es am Mirador de Los Andenes noch einmal auf dem Höhenweg gefühlt tief herunter an der beeindruckenden Felswand entlang. Der Weg läuft eine ganze Zeit am Hang entlang und führt auch an der Pared de Roberto vorbei. Danach liegt ein weiterer Anstieg vor dir. Doch schließlich gelangst du zum Observatorium und gehst oberhalb des Isaac Newton Teleskop vorbei.

an der Pared de Roberto

Von dort führt dich der Wanderweg in mehreren Aufstiegen oberhalb der vielen Teleskopanlagen vorbei. Wenn du alle Anlagen passiert hast, gibt es noch einen letzten Anstieg und dann bist du auf dem Roque de los Muchachos. Da ich selber bereits einige Male am Roque de los Muchachos war und uns die Zeit drängte, sind wir vor diesem letzten Anstieg umgekehrt. Falls du ausreichend Zeit hast, lohnt sich der Weg auf den Roque de los Muchachos, um dort die Aussicht und die schönen Anlagen zu genießen. Zurück kannst du auf dem gleichen Weg gehen oder – wie du auf meinem Track siehst – einige Passagen zu Beginn des Rückweges auf der Straße abkürzen.

Wanderweg unterhalb des Observatoriums

Und zum Schluss 

Ich hoffe, dass dir diese Wanderung über den Caldera Höhenweg gefallen hat. Ich habe die Beschreibung kurz gehalten, da der Weg wirklich nicht zu verfehlen ist. Auch wenn es so aussieht als wenn die Wanderung recht einfach ist, benötigst du für den Gesamtweg mit den vielen Ab- und Anstiegen eine sehr gute Kondition. Doch wegen der Nähe zur LP-4 kannst du dir auch sehr gut nur einzelne Teile der Wanderung vornehmen. Wie du dich auch entscheidest, ich wünsche dir viel Freude auf dem Caldera Höhenweg und auf La Palma,  

Dagmar von Siebeninseln

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